Welcher Mensch weiß schon mehr über Estland, außer geografische Daten??? Durch ein Austausch unserer Schule konnten wir uns für eine ganze Woche Estland anschauen.
Ein paar Tage davor malten wir uns schon unseren Aufenthalt in den schlimmsten Farben aus.
Bekommen wir dort was zu Essen? Werden wir uns mit unseren estnischen Freunden gut verstehen? Wie weit wohnen wir von McDonalds entfernt? Wo und wie werde wir überhaupt wohnen? Wie lange
müssen wir laufen oder fahren um unsere Freunde zu sehen? Bekomme ich alles in den Koffer ohne Übergewicht?...
Naja irgendwie mussten wir ja nach Estland kommen also fuhren wir mit dem Zug nach Berlin. Eine total interessante Fahrt mit total Chaos. Die normalen Menschen würden ja nach Dresden fahren
und ab dann nach Berlin, aber nicht unsere Lehrer. Nein, wir sind erstmal nach Hoyerswerda gefahren, soweit nachvollziehbar, aber ab dann ging es quer durch Sachsen. Dann nach Cottbus....Jep,
genau, auf dem Weg nach Berlin muss man da natürlich lang... ^^
Abgesehen von der bedrohten Spezies der verdammt gut aussehenden Kerle, die dort anscheinenden sehr häufig anzutreffen waren, haben wir die zehn Minuten Auffenthalt nicht sehr genossen, da die
Taschen, die wir getragen haben, schon etwas schwerer waren.
Am Flughafen angekommen, war unser erster halt der Check-In. Bei der nachfolgenden Sicherheitskontrolle wurden wir freundlichst auf unsere Reize hingewiesen: "Zieht euch nur aus, mit den Reizen
einer jungen Frau sollte man nicht geizen!" ... ja.... . Und wie hätte es anders sein können gehen wir durch die Sicherheitschranke und es piept. Schon kam jemand angeeilt und tastete
uns ab. Mich wunderte es schon das es nicht der Mann von vorhin war. Später trafen wir dann die anderen unserer Gruppe wieder und warteten bis wir zum Gate durften. Alle stierten wie
gebannt auf die Anzeigetafel damit sie auch ja die ersten waren die ins Flugzeug kommen.
Nach einiger Verzögerung starteten wir denn endlich und uns wurde nun bewust, dass ein Rückzug nicht mehr möglich ist. " Auf nach Estland!"
Nach ein einhalb Stunden landeten wir in Talliin der Hauptstadt Estlands und hatten ds erste mal in unserem Leben estnischen Bodern unter den Füßen. Noch die Koffer holen und endlich entspannen.
Das war aber wieder einmal ein typischer Fall von "Denkst du!" Am Bus der uns nach Narva bringen sollte wartete nämlich schon die erste Estin auf uns. Sie wollte näturlich sofort das Neuste
wissen und der Traum von schlafen und Erholung rückte in weite Ferne.
Talliin sah bei Nacht richtig toll aus und unsere Befürchtungen von hässlichen, hohe Platten schrumpfte. Wir sagten sogar schon das wir wieder kommen wöllten. Doch nach 3 Stunden Busfahrt durch
nichts als schwarz und der Ankunft in Narva hatte uns die Realität wieder und damit auch die Angst, dass wir in wenigen Sekunden unsere Esten wiedersehen würden und uns von den anderen aus
unserer Gruppe verabschieden müssen.
Kaum waren wir ausgestiegen trafen wir sie dann auch und zum verabschieden kamen wir nicht wirklich, da sie und sofort weg schleiften. Ich fuhr mit meiner Estin nicht lange aber dafür um
hunderte Ecken und im Dunkeln sahen alle Blöcke gleich aus. Als ich dann in das Haus kam traf mih erst mal der schreck alles war heruntergekommen. Gott sei Dank änderte sich das mit der
Wohnung. In jedem Zimmer stand ein Flachbildfernseher und die hatten die neusten Computer.
Am nächsten Morgen trafen wir uns dann mit den anderen in der Schule. Wie man sich denken kann ging dann das große Fragen los. Wo wohnst du? Was habt ihr noch gemacht? Allerdings wuste niemand
wirklich wo er wohnt jeder zeigte nur in irgendeine richtung mit der Vermutung das er dort wohen könnte.Die Schulleiterin hielt noch eine Ansprach und dann wurden wir durch die Schule geführt und
wie schon bei den Blöcken sah sie nicht wirklich so toll aus, aber in jedem Klassenzimmereinen PC natürlich Flachbild. Dann waren wir noch in der Schulkantine essen. Sie nimmt schich nichts von
unseren Kantinen, das Essen schmeckt dort auch nicht wirklich toll.
Die restliche Woche ist eigentlich ganz leicht zusammen zufassen: Museen, Museen und Museen.
Am Tag sind wir "tausend" Km gelaufen. Von einer Sehnswürdigkeit zur nächsten. Und dazwischen mindestens eine Stunde Bus, damit wir von der einen Stadt in die nächste kommen.
An jeden Abend war es das gleiche Spiel. Jeder "deutsche" hat seinen Esten gefragt, ob sie was mit anderen "deutschen" machen könnte. Nur um das niemand alleine ist.
So verging die Woche. Und am letzten Tag 6 Stunden freizeit in Tallinn (der Hauptstadt). Was macht man da? Genau, wir saßen 4 Stunden in einem Café!!! ^^
Als wir dann a Flughafen waren, war es schon ein komisches Gefühl zu wissen, dass man die Leute hier wahrscheinlich nie wieder sieht. Einige haben acuh geweint. Aber irgendwie waren wir auch
glücklich unseres Zuhause schon in Greifbarer nähe zu sehen.
Nach dem wir ca. ne Stunde gewartet hatten und dann um 22:50 Uhr (nach Estnischer Zeit) abgeflogen sind waren wir zwar ziemlich kaputt, aber doch glücklich die Woche überlegt zu haben. ^^
Naja das war unserer Schüleraustausch nach Estland.
Die Erfahrung war interessant und nicht ganz so schlimm wie es wir erwartet hatten.
Alles in Allem wollen wir alle die Erfahrung nicht missen.